Über die Malediven

Seit einigen Jahren hat der Tourismus den Fisch als Deviseneinnahmen abgelöst. Dies hat das Land weitgehend der vorausschauenden Politik des gegenwärtigen Präsidenten zu verdanken, der im Tourismusgeschäft einen höchst lukrativen Ersatz für die sinkenden Einnahmen aus dem Fischexport erkannte.
Seit Beginn der touristischen Entwicklung achtet die maledivische Regierung darauf, Gäste vom Alltag auf den Inseln zu trennen. Dies wird manchmal kritisiert. Bevor man sich jedoch dazu eine Meinung bildet, sollte man bedenken, dass die Bewohner über Jahrhunderte hinweg auf einem vom unendlichen Meer umgebenen Flecken Erde von durchschnittlich 500 X 500 m lebten. Es gab keine Zeitungen, kein Radio, kein Fernsehen, nicht einmal Reisende, die von ihren Erlebnissen in fremden Ländern erzählen konnten. Bis heute haben 80 % der Malediver ihre Insel oder ihr Atoll nicht verlassen. Beinahe kein Einheimischer von einem Atolls hat je die Landeshauptstadt Male besucht. Die Menschen legten sich auf den kleinen Inseln ein spezielles Zusammenlebensmuster zu, das mit dem Verhalten auf dem Festland nichts gemeinsam hat. Um auf solch engem Raum zusammen leben  zu können ist dies wahrscheinlich auch nötig. Um die Inselbewohner zu schützen, damit dieses Zusammenleben weiterhin funktionieren kann, musste die Regierung Massnahmen ergreifen. Dem Tourist ist es untersagt, auf eigene Faust eine Einheimischen Insel zu besuchen. Die führen die Touristen auf Inseln, die auf diesen Ansturm an Touristen vorbereitet sind. Die ganze Regelung wird jedoch je länger den mehr, durch das Eröffnen von weiteren Touristeninsel verwässert.

Um eine Überbauung der Inseln zu verhindern, wurde durch die Regierung festgelegt, dass nur 20% der Inseloberfläche mit Bauten genutzt werden darf. Auch sind strenge Vorschriften an Qualität und Hygiene sowie zum Umweltschutz erlassen worden. Die Hotelbetreiber haben jedoch Auswege (Lücken) gefunden, die Kapazität der Betten zu steigern, indem sie Wasserbungalows errichteten. Somit konnte die 20% Regelung umgangen werden.
 
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